Heddal und das Kilen Feriesenter

 

Was hat Heddal mit Kilen zu tun. Ganz einfach. Heute war Wohnungswechsel angesagt. Wir sind von Geilo bei 16 ° und Regen in südlicher Richtung weggefahren und in Kilen am Telemarkkanal bei 23 ° und Sonnenschein angekommen. Bereits unterwegs merkten wir die Klimaveränderung. Da wir noch die Stabkirche in Heddal besichtigten wollten, nahmen wir unterwegs die Abkürzung über das Imingfjell. Wir haben es nicht bereut. Das Fjell war wie gewohnt, karg und kalt. Das danach folgende Tessungdalen jedoch beeindruckte uns sehr. Kilometerlang ging es auf einer schmalen Straße, dem reißenden Fluß Ausbygdåa entlang, durch einen Kiefern- Birkenwald. Es roch danach, es war ja auch genug da. Am Tinnsjo See sahen wir zu unserer Überraschung, dass dort die Eisenbahn auf ein Fährschiff verladen wird, da das Ufer wohl nur für die Straße ausreicht.

 

Wir besichtigten die Heddaler Stabkirche. Sie ist die größte der Stabkirchen Norwegens. Die Kathedrale aus Holz wurde im 12./13. Jahrhundert gebaut. Im Chorraum kann man den Bischofstuhl aus dem 13. Jh. sehen. Der Altar stammt aus dem Jahre 1667, und die Wandmalereien wurden in derselben Periode gemalt. Die Stabkirche dient der Gemeinde noch heute als Hauptkirche. Das Dach wird gerade restauriert und die Kirche anschließend neu geteert. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Wir hatten vor Jahren bereits die Stabkirchen in Borgund sowie Ringebu besichtigt und waren erneut beeindruckt.

 

Von Heddal ging es weiter nach Süden in Richtung Bø. Bei Nottoden führte die Straße quer über den durchaus großen Flugplatz. Bei Starts und Landungen steht ein Wegboom (Schlagbaum) zur Verfügung, der dann wohl geschlossen wird. Der letzte Wegabschnitt nach Kilen liegt oberhalb des Telemarkkanals. Die Straße ist sehr schmal, die letzten 5 Km vor Kilen sehen aus als wären sie in den Fels gemeißelt.

 

Unterkunft: Das Kilen Feriesenter ist umgeben von Kiefern- Birkenwälder und lie gt direkt am Flåvatn, ein malerischer von Bergen umschlossener See. Die Schiffe sind von hier aus zu sehen, da der Telemarkkanal direkt über den See führt. Die Hütten sind sehr groß, innen hell und sehr gut ausgestattet (Kronen 500 pro Nacht). Endlich einmal wieder breite Betten. (Diese hatten wir auf unserer Nordkap Tour im Sommer 1996 nur auf dem Campingplatz in Skarsvåg am Nordkap gefunden). Das Sanitärgebäude ist eine Wucht, auch wenn man es ihm von außen nicht ansieht. Hier lohnt es sich länger Urlau b zu machen, gerade auch weil es so ruhig ist. Der See und die Umgebung bieten genüge nd Freizeitaktivitäten wie Baden (Bild links), Angeln, Radfahren, Tretboot fahren, den Telemarkanal erkunden und auf Elchsuche gehen. Das Kilen Feriesenter ist der am schönsten gelegene und sauberste Campingplatz, den wir bei unseren 3 Touren durch Norwegen bislang gesehen haben.

 

http://www.kilenferiesenter.no e-mail: kilen1@innboks.com

 

Uwe, Rita hier gibt es auch Sandstrand. Angeln kann man auch.

 

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