|
Heute hatte es geregnet. Aber das sollte uns nicht stören. Wir hatte ja noch einen Tag und eine Wanderung vor uns. Wir hatten uns schließlich eine Wanderkarte gekauft (Maßstab 1:100.000) und die musste genutzt werden. Trotz des großen Maßstabs war auf der Karte alles genau eingezeichnet. Wir sahen im Tal Hjølmodalen eine Serpentinenstraße zur Hardangervidda hinaufgehen. W
ir beschlossen, die Serpentinenstraße zu laufen anstatt zu fahren, denn aus den Reiseführern entnahmen wir folgende Beschreibung: "Schon die Fahrt ist ein Erlebnis. Dramatische Gebirgslandschaft. Enge Straße. Keine Ausweichmöglichkeit. Geeignet für VW-Bus und kleiner. Keine Wohnmobile".
Wir wurden nicht enttäuscht. Wir fuhren ca. 10 Km das Tal hinauf. Dramatische Landschaft. Auf halbem Weg nochmals ein Warnschild. Unterwegs passierten wir den Vedalsfossen. Von oben noch viel schöner. Der geteerte Straße wandelte sich in einen unbefestigten Weg. An der ersten Kehre machten wir halt. Kein offizieller Parkplatz. Wir quetschen unser Auto auf einen Sandhügel. Hinauf zählten wir 23 enge Serpentinen. Von den vielen unübersichtlichen Kurven ganz zu schweigen. A
m Straßenrand waren nur Steine. Falls sich dort eine Leitplanke befand, dann war diese mit Sicherheit durch heruntergefallene Gesteinsbrocken verbogen. Manchmal war dort auch nur Maschendrahtzaun, wohl eher um die Schafe am Abstürzen zu hindern. Trollstigen ist nichts dagegen.
Unterwegs kann man aus dem Auto heraus am Valurfossen seine Trinkflasche füllen, vorausgesetzt, der Arm war lang genug. Wir schafften die rund 700 Meter Steigung und 5 Km Länge in ca. 1,5 Stunden (mit Pausen). Runter nur noch 1 Stunde. Auf der Vidda angekommen hatten wir einen grandiosen Ausblick auf dieselbe als auch hinunter in das Tal von dem wir heraufkamen. Wer will kann von hier aus sich den Valurfossen noch von oben ansehen (Moorweg) oder noch 1,5 Stunden zur Viveli Hytter laufen.
|